öffentlicher Raum Platzgestaltung

Urban Gardening und das nachbarschaftliche Miteinander

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Wir haben ein relativ kleine Fläche für Urban Gardening, daher ist der Anbau von Nahrungsmitteln zur Selbstversorgung keine Option. Von den 183 m2 der SchützenPLATZ nutzen wir rund 30m2 für die Gartenarbeit, wobei die Nachbarn den Raum so organisieren und verteilen, dass jeder seine eigenen Gemüsen anpflanzen kann. Dazu kommen noch sieben Bäume, die zur Kühlung des Platzes beitragen.

Der Wert, den wir in unseren kleinen Hochbeeten gefunden haben, liegt eher in der stärkeren sozialen Aktivität, die damit verbunden ist. Da die Nachbarn eine fast tägliche Routine in der Bewässerung und Pflege ihrer Pflanzen vorfinden, haben die „zufälligen“ Gespräche auf dem Platz, wenn sie sich treffen, exponentiell zugenommen.

Dies hilft nicht nur beim Austausch von Gartentipps an sich, sondern trägt auch ein wenig zum sozialen Bewusstsein in den Gesprächen bei, da nun unterschiedliche Standpunkte und verschiedene Informationsblasen in einer nachbarschaftlichen, freundlichen Art und Weise aufeinander treffen können.
Die Gartenarbeit lädt die Nachbarn ein, sich an der Pflege des Platzes zu beteiligen. Die Bewässerung der Bäume und die Zusammenarbeit bei der gegenseitigen Bewässerung der Hochbeeten stärken das soziale Leben über die Grenzen der Gartenbereiche hinaus.

Es stimmt, dass die Corona-Zeit den Nachbarn auch dabei geholfen hat, eine pflegeintensivere Pflanze zu pflanzen und damit mehr Zeit auf den Platz zu bringen, aber das war nur eine Beschleunigung im Prozess des Erlernens der eigenen gärtnerischen Fähigkeiten.

Und lass uns nicht vergessen, die Begrünung unseren Straßen HEUTE, bedeutet das Mikroklima in unserer Stadt von MORGEN zu verbessern. Was für eine Nachbarschaft, nachbarschaftliche Miteinander bedeutet, für die Stadtgestaltung soll die Regulierung der Temperaturen sein.

Wir sind weit davon entfernt, eine essbare Nachbarschaft zu sein, aber wir nähern uns mit Sicherheit einer verbundenen Nachbarschaft.


We have a relatively small area for urban gardening, so growing food for self sustainance is not an option. Out of the 183 m2 of SchützenPLATZ we use around 20m2 for gardening, where neighbours organize and distribute the space so each can plant their own crops. Adding to these we have seven trees that help cooling the area.

The value that we found in our small growing bets is rather the stronger social activity attached to it. As the neighbours find an almost daily routine in on watering and looking after their plants, the ‘random’ conversations in the square when they meet, has exponentially grown.

This not only help the exchange of gardening tips per se, but add a little bit of social awareness to the conversations, now different points of view, and different information-bubbles can collide in a Neighbourhoodly, friendly manner.

Gardening invites neighbours to take part on the maintenance of the square. Watering the trees, and collaborating to water each other’s growing bets strength the social life beyond the borders of the gardening areas.

True, the Corona time also helped neighbours dare to plant a more care-intensive crop, and hence bringing more time to the square, but that was just acceleration in the process of learning your gardening skills.

And let’s not forget, the greening of our streets today means the improvement of our micro-climates of tomorrow. What for a community means social cohesion, for city planning must mean the regulation of temperatures.

We are far from being an edible neighbourhood, but we are certainly getting closer to been a connected one.

Jesús ‚Chucho‘ Martínez

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